Weihnachtsbuffet

Mit dem Scooter zum Julbord

Text: Kerstin Pöller

Verträgt sich ein schwedisches Julbord mit einem Hauch asiatisch-schweizer Küche? »Wir waren schon ziemlich nervös«, gibt Caroline zu. Wahrscheinlich hatte Kiki, die 70-jährige Nachbarin des „Sandsjögården“, das größere Vertrauen in die Kochkünste der jungen Schweizerin mit internationalen Wurzeln.

Sie befand damals vor fünf Jahren ziemlich resolut: »Ihr könnt nicht in Schweden eine Ferienanlage mit Gastronomie führen wollen und kein traditionelles Weihnachtsbüfett anbieten!« Die Schwedin übergab Caro und ihrem Mann Daniel Schafer ihre umfangreiche Rezepte-Sammlung.

Das schwedische Weihnachtsessen folgt festen Traditionen
Die beiden Auswanderer lernten: Zu einem Julbord gehören gut ein Dutzend Gerichte wie eingelegter Hering, gebeizter Lachs, Roastbeef und Leberpastete, das Anchovis-Kartoffelgratin „Janssons frestelse“ (Jansons Versuchung), der „Julskinka“ (Weihnachtsschinken) sowie verschiedenste Beilagen und Süßspeisen. Ein Festtagsschmaus für mehrere Stunden also, der wochenlange Vorbereitungen erfordert. Schwedische Familien beginnen damit meist schon im Spätherbst: Sie legen ein, beizen, trocknen, brutzeln, backen…

Und genau das taten Caro und Daniel mit Kikis Unterstützung nun auch. „Na klar könnten wir die meisten Gerichte fertig bestellen.“ Aber das geht gegen ihr Credo: „Bei uns kommen regionale Waren auf den Tisch.“ Und zwar verfeinert mit einem Touch Schweiz und einem Hauch Asien.

Auch internationale Einflüsse machen sich bemerkbar
Eigentlich müsste man bei Carolines Wurzeln auch Kanada nennen – ihre zweite Heimat. Aber der Sehnsuchtsort wurde Schwedisch Lappland für die begeisterte Sängerin und Tänzerin, die nach einem Abstecher ans Konservatorium in Bern in der Unternehmenskommunikation arbeitete, und Daniel, der Polizist, der die Grönlandhunde der Schweizer Polarhundekolonie am Eiger-Gletscher und Touristenfahrten auf demJungfrau-Joch betreute. Als die Kolonie 2009 aufgelöst wurde, übernahmen die beiden zu ihren sechs Malamuten noch sieben »Grönis« und lebten fortan mit ihnen an einem herrlichen abgelegenen Fleckchen in der Schweiz.

„Wir konnten beide von dort aus gut arbeiten, nebenbei sang und tanzte ich in einer Salsa-Combo, wir organisierten jedes Jahr ein Musik-und Schlittenhunde-Event auf unserem Hof – eigentlich war alles perfekt“, erzählt die junge Frau, „bis auf die Trainingsbedingungen für die Hunde.“ Der Sprung nach Schwedisch Lappland vor fünf Jahren war darum ein Herzens-Entscheid: Sie hatten sich in das kleine „Sandsjögården“ zwischen Storuman und Sorsele an der E45 verliebt, das im Dornröschenschlaf lag, erweckten die Anlage wieder zum Leben – wo Caro plötzlich in der Küche und das Julbord auf der Tagesordnung stand.

Nun herrscht hier ganzjährig Hochbetrieb
Inzwischen haben sie mehrere Angestellte, ganzjährig geöffnet und modernisieren laufend weiter. Ihr fünftes Weihnachtsfest im bereit stief verschneiten Norden begehen sie erstmals zu dritt: Im Sommer kam Joshua zur Welt. Gerade ist an Feiern allerdings noch nicht zu denken. Das erste der drei großen Julbords der Saison läuft, das Haus ist voll, viele einheimische Stammgäste darunter: „Weil wir Caros Küche lieben – und ihre Gesangs-Einlagen!“

 Denen lauscht heute auch eine Gruppe deutscher Schneemobil-Fahrer. Gemeinsam mit ihrem Guide Gerhard Baader wollen sie im Sandsjögårdennach einer anspruchsvollen Tages-Etappe nicht nur übernachten und in der Sauna auftauen, sondern auch am Julbord Energie für den nächsten Tag tanken. „Die Anlage ist eines unserer wunderschönen Ziele für Mehrtagestouren auf markierten Trails, durch ursprüngliche Wälder,über gefrorene Seen und Moore«, erzählt Gerhard Baader. Gemeinsam mit seiner Frau Petra hat er bereits 2008 sein Stückchen Glück in Schwedisch Lappland gefunden.

Gemeinsames Ziel: den Gästen das Beste zu bieten
Im „früheren Leben“ Ingenieur und Bankkauffrau, bieten die beiden Baden-Württemberger nun im Storberg Fjällgård bei Arvidsjaur ihren Gästen und Lappland-Abenteurern anspruchsvolle Schneemobiltouren bis zur norwegischen Grenze mit komfortablen Übernachtungen und lokalen Spezialitäten an. Im „Fjällgård“ haben die beiden alles wunderschön hergerichtet, Gerhard konnte und kann sich handwerklich voll ausleben. Schafers schicken ihre Gäste auch oft nach Storberg.

„Sicher könnten wir uns hier eigene Scooter hinstellen. Oder mit unseren Grönländern Schlittentouren anbieten“, sagt Caroline. „Aber jeder soll sich auf das konzentrieren, was er am besten kann.“ Sie gönnen sich ihre Schlittenhundetouren heute privat zum Ausspannen,und mit den neuesten Schneemobilen kennt sich eben Gerhard Baader aus.

Schneemobiltouren sind vor allem bei Männern beliebt
Kilometermäßig wird er mit ihnen im kommenden Jahr bereits einmal den Äquator abgefahren sein. Ein hoher Anteil seiner Gäste seien Geschäftsleute, verrät er, viele Männer-Gruppen darunter. Doch, es gebe auch Frauen, die super fahren. „Frauen sind am Anfang zwar oft ängstlicher und trauen sich zu wenig, fahren dafür disziplinierter.“ Und seine Frau Petra? „Ich fahre auch“, lächelt sie, „aber sorge mich viel lieber um das Wohl unserer Gäste!“

Weitere Infos unter: www.swedishlapland.com oder unter: www.sandsjogarden.se und www.mobitours.de

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