Top-Ziele in Norwegen

10 sehenswerte Städte und Orte für die nächste Norwegen-Rundreise

TOP 1: Kristiansand

Die Lage am Südzipfel Norwegens war schon immer perfekt, zu Renaissancezeiten, als Kristiansand 1641 vom dänischen König Christian IV. im damals modernen rechtwinkligen Stil gegründet wurde, wie auch heute. Nicht umsonst gilt der Ort mit seinem großen Fährhafen als Einfallstor nach Norwegen, zumindest für Touristen aus dem europäischen Süden.

Einheimische hingegen verweilen gerne etwas länger, suchen Zerstreuung in den Straßen und Kneipen der Stadt, im Freizeitpark oder im einzigen großformatigen Zoo des Landes. Man tankt Sonne – an den zahlreichen Badebuchten oder bei einem Segeltörn auf dem Skagerak. Klassischen Sehenswürdigkeiten wird meist weniger Beachtung geschenkt. Zu Unrecht, denn obgleich Nachbarorte wie Mandal oder Grimstad als idyllischer gelten können, so hat auch Kristiansand viel zu bieten.

Einen feinkörnigen Sandstrand mitten im Zentrum, eine exotische Uferpromenade mit Palmen, ein architektonisch ausgefallenes Konzerthaus, reinweiße Miniaturholzhäuser im Viertel Posebyen, eine beeindruckend aufragende Domkirche und eine lebendige Freizeitinsel mit dem Namen Odderøya. Viele gute Gründe also, durch Kristiansand nicht einfach in Richtung Fjorde durchzurauschen.

Kristiansand, © Martin Schmidt

Kristiansand, © Martin Schmidt

TOP 2: Bergen

„In Bergen regnet es ständig“, so ist es häufig zu lesen. „Wir kennen die Stadt nur bei Sonne“, so ist es nicht selten zu hören. Ja, Bergen ist die Niederschlagshauptstadt Europas. Im Frühling und Sommer jedoch ziehen sich vor allem gegen Abend die Wolken geschlossen zurück, was einerseits die subjektive Wahrnehmung vieler Gäste bestätigt und andererseits zu wundervollen Wetter-Schauspielen führt.

Die bunten Gebäude der Stadt beginnen zu erstrahlen. Wetteifern mit dem Grün der Berge und dem Blau des Wassers. Besonders malerisch ist es dann entlang der hanseatischen Bryggehäuser am Hafen, die ab 19 Uhr regelmäßig in einem goldenen Licht baden. Auch ein abendlicher Blick vom Fløyen, einem von sieben Gipfeln im weiten Rund, ist ein unvergessliches Erlebnis. Bis 23 Uhr fährt die Standseilbahn hinauf, die gemächlich mäandrierenden Wanderwege sind rund um die Uhr geöffnet.

Und wenn nun doch ein Schauer die Straßen wässert? Nun, die Heimatstadt des Komponisten Edvard Grieg besitzt eine erstaunliche Anzahl an Museen. Sie widmen sich der Kunst und Kultur ebenso wie der Geschichte und Seefahrt. Auch die Festung Bergenshus und der irrgartengleiche Rosenkrantzturm wollen erkundet werden.

Bergen, © Martin Schmidt

Bergen, © Martin Schmidt

TOP 3: Florø/ Førde

Das eine gewisse Ähnlichkeit im Namen nicht unbedingt auf einen ähnlichen Charakter schließen lässt, dafür sind das küstennahe Florø und das küstenferne Førde gute Beispiele. Die Stadt an der See hat so manches Holzhaus mit spitzem Giebel. Ist umringt von einer Unzahl an kleinen und großen Eilanden, zwischen denen sich Fischschwärme besonders wohl fühlen und aktiv zur Belebung der Wirtschaft beitragen.

50 Kilometer landeinwärts erinnert an die See nur noch der Fjord, an dessen Ende Førde liegt. Die Berge ragen über 800 Meter in die Höhe. Zu ihren Füßen ducken sich am Rande der Wohnviertel kantige Verwaltungsbauten und Shoppingzentren mit flachem Dach und gedämpftem Charme. Das hier viele Gäste Station machen ist vor allem der zentralen Lage des Ortes zu schulden.

Drei Gemeinsamkeiten gibt es am Ende trotzdem noch. Die in etwa gleichgroßen Städte können mit lebendigen, überregional bekannten Festivals aufwarten, der Welt größten Heringstafel in Florø und dem International Folk Music Festival in Førde, sowie interessanten Museen. Gewidmet sind diese der lokalen Kultur und im Falle Førdes auch der Kunst.

Safari zum Leuchtturm an der Westküste vor Florø, © Terje Rakke, fjordnorge.com

Safari zum Leuchtturm an der Westküste vor Florø, © Terje Rakke, fjordnorge.com

TOP 4: Røros

Im Grunde hat das ostnorwegische Røros seine gesamte jüngere Geschichte dem Bauern Hans Olsen Aasen und einem Rentier zu verdanken. Beide durchstreiften anno 1644 die Wälder, mit dem schlechteren Ausgang für das Tier, denn es wurde von Bauer Olsen Aasen erlegt. Im Fallen noch schabte es etwas Boden zur Seite, woraufhin der Jäger einen glänzenden Stein gewahr wurde.

Von der Geschichte bekam der im Dienste Dänemarks stehende deutsche Grundeigentümer und Kreditgeber Joachim Irgens Wind. Nun folgende Untersuchungen zeigten, dass es sich bei dem Gestein um Kupfer handelte. Was folgte war eine bis in die 1970er Jahre hinein rege Bergwerkstätigkeit, deren Spuren man im Stadtbild noch heute deutlich ablesen kann.

Ärmliche, aber heute fotogene, Katen wird man ebenso entdecken, wie mondäne Verwaltungsbauten, pyramidengleiche Abraumhalden, tief ins Dunkel der Erde eindringende Grubengänge und eine reich ausgestattete Kirche. Das sehenswerte Ensemble steht unter dem Schutz der UNESCO. Wer es besucht, sollte sich vor allem im Winter warm kleiden, denn die Temperaturen können auf der Hochebene bis unter -40 Grad fallen. Die traditionell gekleideten Besucher des Rørosmarktes bevorzugen Felle, moderne Outdoorkleidung erfüllt jedoch den gleichen Zweck.

Røros © Johan Berge, Visitnorway.com

Røros © Johan Berge, Visitnorway.com

TOP 5: Brønnøysund

Fast könnte man den Eindruck erhalten, die Natur rund um Brønnøysund neigt zu einer gewissen Selbstdarstellung. Es reichen eben nicht einfach nur Inseln und glasklares Wasser. Es müssen eben auch noch kroatisch-feinsandige Strände sein. Berge unterschiedlichster Farbschattierungen, mal mit und mal ohne Schnee, sind auch nicht genug. Sie besitzen, wie im Falle des Torghatten, als Extraausstattung noch ein gigantisches Loch, durch dessen Unterwelt-Schlund man überdies zur gegenüberliegenden Seite wandern kann.

Die Natur hat alles gegeben, der Mensch zieht nach, zumindest teilweise, mit schwungvollen Brückenbauten und malerischen Holzhäusern. Die Verwaltungsbauten des landesweit bekannten Brønnøysundregisters, in dem Mensch und Ding elektronisch statistisch erfasst werden, könnten sich hingegen der Harmonie der Umgebung, vorsichtig formuliert, besser anpassen. Von der zweiten Lebensgrundlage, dem Fischfang und der Fischzucht, berichtet Lars Lenths schwarzhumoriger Krimi „Der Lärm der Fische beim Fliegen“.

Brønnøysund, © Martin Schmidt

Brønnøysund, © Martin Schmidt

TOP 6: Bodø

Wie in so vielen Fällen, so wurde auch Bodø um eine alte Hofanlage herum angelegt. Der alte Name, Boðin, wurde in leicht veränderte Form beibehalten. Vielleicht ja, weil er so treffend doppeldeutig war, je nach Lesart heimtückische Unterwasserschären (båe) oder eine Wiese für ausgelassene Willkommensfeste (gjestebud) umschreibend. Nun ist es zwar beileibe nicht so, dass die Einwohner der Stadt jeden Gast mit einer Show empfangen, aber eine Freude ist es für viele schon, in Bodø zu sein.

Einst, weil die Stadt als wichtiges Handelszentrum für Wohlstand sorgte, heute weil der Ort ein Einfallstor zur magischen Welt der Lofoten ist. Auch die Natur scheint belebt. Im Winter tanzt Aurora Borealis am Himmel, im Sommer taucht die Mitternachtssonne die Häuser in den Farbeimer. Über den Straßen kreisen Seeadler, die besondere Thermik der Halbinsel am Vestfjord ausnutzend.

Besonders gut lässt sich das Spektakel vom Hausberg Rønvikfjellet beobachten. Auffallend sind da auch die vielen Kräne. Bodø ist eine der am schnellsten wachsenden Gemeinden des Landes, die nach der Verlegung des Militärflughafens mit noch mehr Areal rechnen kann. Modern gibt sich das Stadtbild jetzt schon, was jedoch auch den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs zu schulden ist. Heraus stechen z.B. das modernistische neue Kulturhaus und die 1956 geweihte Domkirche.

Bodø, © Martin Schmidt

Bodø, © Martin Schmidt

TOP 7: Røst

Ganz klar ist es nicht, wer es denn nun war, der die unzähligen Eilande des 11,2 km² großen Røst-Archipels zählte. Fakt ist, am Ende stand die Zahl 365, womit es für jeden Tag eine Insel gäbe. Für die Einwohner würden sie jedoch nicht ausreichen, ihrer sind es 527. Wirklich beengt lebt man damit als Mensch natürlich trotzdem nicht. Wäre man jedoch ein Vogel, wäre die Situation eine andere. Dicht an dicht würde man sich in hunderttausendfacher Schar auf den Hängen drängen und um den Fisch im Atlantik mit Artgenossen und Fischerbooten konkurrieren.

Einer der ersten Besucher Røst, wenngleich ein unfreiwilliger, war der Italiener Pietro Querini. Auf dem Weg von Kreta nach Brügge sank sein Schiff. Sein Rettungsboot verschlugen Wellen und Strömungen weit in den Norden. Nach längerem Aufenthalt kehrte er zurück in seine Heimat und berichtete dort vom stoccafisso, also dem Stockfisch, der Nordmänner. Er war es wohl, der die Grundlage für den noch heute rege betriebenen Handel legte.

Røst, © Visitnorway.com

Røst © Visitnorway.com

TOP 8: Tromsø

Bei sommerlichen 11 Grad und Nieselregen glaubt man es, bei winterlichen 0 Grad und Sonnenschein am azurblauen Wasser glaubt man es eher nicht, dass man in Tromsø auf 69° und damit ziemlich weit nördlich angelangt ist. Schuld am milden, ausgeglichenen Klima trägt der Golfstrom. Er umspült die mehrheitlich auf einer Insel gelegene Stadt, die so manchen Rekord ihr Eigen nennt.

Da wären die nördlichste Universität mit dem angeschlossenen nördlichsten Botanischen Garten, die nördlichste Brauerei, 1877 vom Braunschweiger Ludwig Markus Mack gegründet, und der nördlichste evangelische Dom samt dem nördlichsten katholischen Bischofssitz. Allein, wegen solchen Superlativen wählt natürlich kaum einer eine subarktische Stadt als Reiseziel aus. Hervorragende Bedingungen für die Beobachtung von Nordlicht, Mitternachtssonne und Buckelwalen ziehen da schon eher.

Doch auch abgesehen von diesen Naturschauspielen macht es einem Tromsø leicht, ins Schwärmen zu geraten. Der Ausblick vom Storsteinen, zu dem eine Gondelbahn führt, ist einfach überwältigend, die Architektur der Eismeerkathedrale und des Polaria Museums einfach unglaublich ausgefallen. Im urtümlichen Polarmuseum reihen sich Objekte der großen Entdecker und Abenteurer wie Perlen an einer Schnur auf und Restaurants und Kneipen muss man im „Paris des Nordens“ ohnehin nicht lange suchen.

Tromsø, © Martin Schmidt

Tromsø, © Martin Schmidt

TOP 9: Alta

Zeitreisen sind möglich! Zumindest erhält man bei der Betrachtung der Felszeichnungen von Alta leicht diesen Eindruck. Unzählige, bis zu 7000 Jahre alte Geschichten wurden in das harte Gestein gekerbt. Stolz hält an einer Stelle ein Fischer seinen Fang in die Höhe. Ein Jäger spannt Pfeil und Bogen, Rentiere werden zusammengetrieben und Boote legen ab, bereit für die nächste Reise. Der unglaubliche Detailreichtum der Ritzungen überrascht und lässt einen tiefen Blick in verschiedene Zeitalter der so genannten Komsa-Kultur zu.

Die ältesten Darstellungen sind die am höchsten gelegenen, die jüngeren sind deutlich weiter hangabwärts zu finden. Ursprünglich waren sie alle direkt am Ufer gelegen, an der Nahtstelle zwischen Ober- und Unterwelt. Das Abschmelzen des gigantischen Eispanzers vor 10.000 Jahren führt jedoch seither zu einer steten Landhebung. Diese beträgt noch immer mehrerer Millimeter pro Jahr.

Die Geschehnisse auf der Erde hatte man also schon immer gut beobachtet in Alta, doch auch gen Himmel richtet sich der Blick. So ließ der Erfinder, Ingenieur und Professor Kristian Birkeland weiter oberhalb, auf dem Berg Haldde, eines der ersten Nordlichtobservatorien errichten. Das Flackern von Aurora Borealis wurde 113 Jahre später in der spektakulären Nordlichtkathedrale architektonisch aufgegriffen. Unvergessliche Erlebnisse bieten auch das Sorrisniva Eishotel und die vielen winterlichen Aktivitäten.

Alta, © Martin Schmidt

Alta, © Martin Schmidt

TOP 10: Berlevåg

In Richtung Osten, dem Wind abgewandt, öffnet sich der Hafen, geschützt durch zwei große Kaimauern. Glück für Berlevåg, denn so können auch große Trawler und die Schiffe der Hurtigruten, durch den Leuchtturm von Kjølnes in die richtige Richtung gewiesen, gefahrlos einlaufen. Sie sichern so die Lebensgrundlage der knapp 1000 Einwohner. Leicht ist das Leben trotzdem nicht in der baumlosen Einöde des Nordens, wo Winterstürme toben, 10 Grad eine adäquate Sommertemperatur darstellen und man die nächste, im Nirwana liegende Weggabelung erst in 60 Kilometer Entfernung findet.

Entmutigen oder gar die Laune verderben lässt man sich dadurch jedoch nicht. Man singt einfach gegen die Unbilden der Natur an, im Berlevåg Männerchor. Seit 1917 gibt es diesen schon, wobei er erst 84 Jahre später europaweit berühmt wurde, durch den norwegischen Film „Heftig und Begeistert“. Seither sind die Sänger gefragte Stars, die nun auch regelmäßig auf den Schiffen der Hurtigruten und in der Hauptstadt Oslo auftreten.

Hafenkai von Berlevåg, ©Harald Richardsen

Hafenkai von Berlevåg, ©Harald Richardsen

Widerøe_Karte
Norwegen erleben – mit dem Explore Norway Ticket von Widerøe

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Zone(n)*Preis
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  • Internationale Anschlussflüge von Aberdeen, Billund, Kopenhagen oder Göteborg sind in der Zone Südnorwegen inklusive
  • Ab dem 13. August gibt es 3 x wöchentlich Direktflüge von Hamburg und Müchen nach Bergen

Mehr Infos und Buchung unter wideroe.no

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