NORDIS und der WWF kooperieren beim Schutz der Ostsee!

Die vielfältigen Lebensräume der Ostsee – zwischen Land und Meer, zwischen Süß- und Salzwasser – bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause. Doch die Ostsee wird stark genutzt.

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Titelbild © Philipp Kanstinger

TEIL 1: DAS COMEBACK DER KEGELROBBE

Zuerst wagten sich nur vereinzelte Gäste auf Erkundungszügen aus skandinavischen Gewässern bis zu uns vor, mittlerweile werden ganzjährig Exemplare vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns gesichtet:

Die Kegelrobbe ist zurück! Nachdem sie an der südlichen Ostsee innerhalb weniger Jahrzehnte nahezu ausgerottet worden war.

Vor allem die Fischer forderten den Abschuss, weil sie in den Robben unliebsame Konkurrenten auf der Jagd nach Dorsch und Hering sahen. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden Giftstoffe aus Industrie und Landwirtschaft, die über Bäche und Flüsse ins Meer gespült wurden, zur zusätzlichen Bedrohung. Viele Kegelrobbenweibchen erkrankten an Tumoren und konnten sich nicht mehr fortpflanzen.

Ende der Achtzigerjahre gab es nur noch 2.500 bis 3.000 Kegelrobben in der gesamten Ostsee. Die Kehrtwende gelang gerade noch rechtzeitig: Dank eines Jagdverbots und des Rückgangs an Umweltgiften ist wieder ein Zuwachs des Bestands zu verzeichnen.

In der nördlichen Ostsee gibt es mittlerweile mehr als 30.000 Kegelrobben.

Kegelrobbe © Bernhard Bauske

Von hier aus versucht die Kegelrobbe auch die deutsche Ostseeküste wieder zu besiedeln.

Im Greifswalder Bodden, einem Randgewässer der Ostsee zwischen der Insel Rügen und dem südlichen Festland, werden mittlerweile ganzjährig Kegelrobben gesichtet.

»Die Rückkehr der Kegelrobbe ist eine echte Erfolgsgeschichte des Artenschutzes.«

Etwa 30 Robben halten sich dauerhaft im Bodden auf. Zur Heringszeit im Frühjahr wurden kurzzeitig schon 200 Tiere erfasst«, freut sich Florian Hoffmann vom WWF Deutschland. Er ist Schutzgebietsbetreuer im Greifswalder Bodden und hat die Robben auf vielen Monitoringausfahrten beobachtet.

Auch Urlaubsgäste können auf einer Schiffsfahrt zum »Großen Stubber« zuschauen, wie die graugefleckten Tiere sich auf den Felsen im Wasser ausruhen. »Hoffentlich können wir im kommenden Frühjahr weitere Geburten bezeugen, sodass auch die Jungtiere hier heimisch werden.«

Doch die Wiederansiedlung von Deutschlands größtem Raubtier läuft nicht ohne Reibung ab. In der Region müsse man Vorkehrungen treffen, um Konflikte zu entschärfen:

»Stellnetze voller Heringe sind für Robben wie ein gedeckter Tisch. Die Fischer müssen Entschädigung erhalten, wenn Netze zerstört werden und ihnen Fang entgeht«, fordert Florian Hoffmann. Und auch für Spaziergänger hat der Robbenexperte vom WWF einen Tipp: »Wer am Strand einer Kegelrobbe begegnet, sollte ihr den Weg ins Wasser nicht versperren und mindestens 30 Meter Abstand halten. Hunde gehören an die Leine. So stört man die Robbe nicht und bewahrt den nötigen Sicherheitsabstand, denn eine Kegelrobbe ist und bleibt ein Raubtier.«

Alle Informationen im Überblick:

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