Seenguide: Sauna in Finnland

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Die Sauna ist ein fester Bestandteil der finnischen Kultur. Sie war in früheren Zeiten der sauberste und sterilste Raum, hier wusch man sich und hier kamen auch die Babys zur Welt. Bis heute findet man in so ziemlich jedem Privathaus und auch in größeren Wohnanlagen eine oder mehrere Saunas. Sogar in entlegenen Hütten wird darangedacht.

Die Finnen machen jedoch keinen Wettbewerb aus dem Saunagang. Es geht vor allem darum, sich wohlzufühlen. Insofern spielen sowohl Temperatur als auch die Dauer des Schwitzens eine untergeordnete Rolle. Anders als in deutschen Wellnesstempeln ist der finnische Saunagang ein alltägliches und eher schlichtes Ritual. Anstelle von aufwändigen Duftölaufgüssen durch Saunameister, schöpft man nach eigenem Belieben eine Kelle Wasser auf die heißen Steine oder nutzt einfache Birkenruten, um die Durchblutung anzuregen. Öffentliche Saunaanlagen, die Männer und Frauen gemeinsam besuchen, betritt man oft in Badekleidung. Sind die Geschlechter voneinander getrennt – was häufiger der Fall ist – wird dies locker gehandhabt. Im Zweifelsfall sollte man sich vorher erkundigen. Die Krönung der Schwitzkultur sind die Rauchsaunas, bei der das Feuer den Raum stundenlang erhitzt, bevor man den Rauch schließlich abziehen lässt. Der Geruch jedoch bleibt genauso wie der Ruß an den Steinen. Den zweiten Platz auf der Hitliste belegen durch Holzöfen gefeuerte Schwitzkabinen. Elektrisch beheizte Anlagen sind zwar weit verbreitet, bei Saunaprofis aber nicht so beliebt wie die befeuerten Varianten.