„Paddelsattel“ und sieben wilde Blumen

Mittsommerträume am Polarkreis

Text: Kerstin Pöller

In der Mittsommernacht, so heißt es, ist Lapplands Natur magisch. Elfen würden tanzen und Trolle stünden hinter den Bäumen. Wer etwas Morgentau in einer Flasche sammelt, könne damit kranke Menschen und Tiere heilen. Und noch etwas sagt die Legende: Unverheiratete Mädchen müssen sieben Sorten wilder Blumen von sieben verschiedenen Wiesen sammeln und unter ihr Kopfkissen legen. Dann werden sie in dieser Nacht von dem Mann träumen,den sie mal heiraten. Natürlich müssen die jungen Damen beim Pflücken absolut still sein, und verraten dürfen sie ihren Traum auch niemandem. Nur dann geht er in Erfüllung…

Auf der Suche nach Ruhe und Entspannung
Martin Gaw kennt die Geschichten gut, die sich um Schwedens zweitgrößtes Fest (nach dem Weihnachtsfest) ranken. Er weiß um Erzählungen, die zeitdruckgeplagte Lapplandurlauber niemals erfahren werden. Ein Vierteljahrhundert hat er in der Tourismusbranche gearbeitet, Busrundreisen geführt, große Gruppen gemanagt –wochenlang in der Saison – oft ohne freie Tage und auf vielen Kontinenten.

„Man wird älter und weiser“, sagt er heute, rückblickend auf die Monate vor seinem 50. Geburtstag. „Entweder ich sitze an meinem 50. an einem lappländischen Lagerfeuer, oder es wird nie was mit dem Auswandern…“, zog der studierte Geologe einen Schlussstrich unter seine Träume, die seine Frau Viola und er eigentlich in Patagonien verwirklichen wollten. Martin hatte dort einige Monate gearbeitet, Geophysikerin Viola kam gerade von einer ausgiebigen Antarktis-Expedition zurück. Nach langer Trennung haben sie sich dann in der südlichsten Stadt der Welt wiedergesehen und sofort verliebt. Nein, nicht ineinander, das waren sie schon, sondern indas südliche Südamerika, in Patagonien.

Statt Patagonien wurde es Schwedisch Lappland – Wohlfühl-Urlaub mit „Aha“-Effekt
Doch der erste Versuch, in Chile arbeitsmäßig einen Fuß in die Tür zu bekommen, platzte durch die Insolvenz eines Betriebes, beim zweiten war die damals mit der großen Tochter schwangere Viola skeptisch ob der Zukunft ihrer Kinder. „Ich war doch eher für eine behütete Perspektive für uns drei.“ Damit kam Schweden ins Spiel, wohin Martins Bruder bereits ausgewandert war und Martin selbst von seinem Reisebüro aus schon viele Gäste hin vermittelt hatte. „Je näher wir bei unserer Erkundungsreise dem Polarkreis kamen, umso magischer fühlten wir uns angezogen.“ Und dann fanden sie „AHA“.

Aha. Ein winziger Flecken Land mitten im Wald an einem See. Aha, was im samischen, der Sprache der Urbevölkerung Schwedisch-Lapplands, „Platz in stiller Bucht“ heißt. Hier, unweit von Sorsele, bauten sie ihre Lodge. Viola konnte endlich vom Pferderücken aus die vielfältige Waldlandschaft Schwedisch Lapplands erkunden und mit gleichgesinnten Gästen den Zauber der Natur erleben. Heute, zu ihrem zehnten Lappland-Jubiläum, grasen am Haus fünf Pferde und es gibt zwei Gäste-Häuser. „Besonders beliebt sind bei unseren Urlaubern die kombinierten Reit- und Kanutouren Sattel&Paddel“ verrät Viola.

Zu Mittsommer wird traditionell gefeiert und gegessen

Nicht-Reiter können zum Beispiel auf Beeren-Jagd gehen, Pilze sammeln, Rad oder Kanu fahren, angeln oder an einer Biber-Safari teilnehmen. Im Winter locken das Eisangeln oder Schneeschuhwanderungen unter dem Polarlicht. Man kann aber auch einfach nur die Stille hören oder von den Gastgebern spannende Geschichten – wie die über die Mittsommerbräuche. „Übrigens wird am Mittsommerabend auch ein geschmückter Baumstamm aufgerichtet, die Mittsommer- oder Majstange“, erzählt Martin Gaw. Wobei Maj nichts mit dem Monat Mai zu tun habe. „Es geht auf das altertümliche Verb maja – mit Blumen schmücken – zurück.“

 Und natürlich wird an dem Feiertagswochenende, das immer am Samstag zwischen dem 20. und 26. Juni liegt, auch ordentlich gegessen. Martin und Viola von der Aha-Lodge empfehlen ihren Gästen dazu gern das benachbarte Resort »Sandsjögården« von Caroline und Daniel Schafer. Neben Stugas mit Hotelstandard, Campingmöglichkeiten sowie Sauna am idyllischen Sandsjön-See sowie jeder Menge maßgeschneiderter Ausflugsangebote im Tagesausflugs-Radius spricht sich das Restaurant der beiden gebürtigen Schweizer gerade als echter Geheimtipp herum.

Grillabende gehören im Sommer zum Genussprogramm

Nicht nur für Gäste auf dem Platz, sondern auch für Durchreisende bieten die beiden gemeinsam mit ihren Mitarbeiternunter anderem ein üppiges Frühstücksbüfett an – mit frisch gebackenem Brot, hausgemachter Marmelade, gesunden und deftigen Leckereien. Abends kann man à la carte essen. Während der Sommermonatesollte man sich mittwochs das asiatische Fusion-Büfett vormerken, jeden Freitag gibt es den berühmten „Grill n’Chill Abend“.

Was man Mittsommer in Schwedisch Lappland isst? Caros Tipp: „Traditionell werden hier im Norden die ersten Jungkartoffeln gereicht –zusammen mit Hering, Sauerrahm, Schnittlauch, Knäckebrot, Käse, Schnaps oder Bier. Zum Nachtisch gibt es frische schwedische Erdbeeren mit Sahne.“ Die Überlieferung sagt übrigens auch, dass der magische Morgentau des Mittsommertages zum Backen genutzt werden sollte. Brot und Brötchen würden dadurch besonders lecker!

Weitere Infos unter:

www.aha-lodge.comwww.sandsjogarden.sewww.swedishlappland.de

csm_Schwedisch_Lappland_Advertorial_06__2__d1dac56871[1]
csm_Schwedisch_Lappland_Advertorial_06__3__45f9089395[1]
csm_Schwedisch_Lappland_Advertorial_06__4__5ac15772ef[1]
csm_Schwedisch_Lappland_Advertorial_06__5__b12f9277e4[1]
csm_Schwedisch_Lappland_Advertorial_06__6__f7f7c2e7cf[1]