Kurztrip in eine andere Welt

 

Pulverschnee und klirrende Kälte liegen gerade einmal gut zwei Flugstunden von Deutschland aus entfernt. So lange braucht es, bis der Fly Car-Flieger auf der Landebahn des Flughafens in Arvidsjaur aufsetzt. Weitere fünf Minuten, bis sich die Türen öffnen, man aus der Kabinentür auf eine tief verschneite Winterlandschaft blickt und die kalte Luft die Lungen flutet. – Winter in Schwedisch-Lappland!

 

Was sich für Mitteleuropäer zuerst fast schon exotisch anfühlt, ist für die Schweden ganz normal. Die Autos tragen Spikes und rollen sicher über die Straßen, zum Einkaufen stapft man über verschneite Gehwege oder ist mit dem Spark, einem Tretschlitten unterwegs. Oder, wenn man es wie die Nordschweden hält, mit einem Schneemobil. Das gehört für viele zum Alltag, zumindest aber zur Freizeitbeschäftigung. Wie will man sonst auch in die Natur kommen? Zur einsamen Hütte im Wald, zum Loch in der dicken Eisdecke eines versteckten Sees, in den man den Köder hinablässt und auf Saibling & Co hofft.

So eine Schneemobil-Exkursion ist auch für Touristen ein großer Spaß. Eine kurze Einweisung, Helmvisier herunterklappen und schon geht es hinter dem Guide dahin. Anfangs vorsichtig … Doch dann, wenn man das Gefühl für das Gefährt bekommen hat, durchaus zügiger über Seen und mitten durch den Wald. Geruhsamer ist´s im Hundeschlitten. Zumindest, nachdem die Tiere aus ihrer Hütte geholt, vor den Schlitten gespannt und mit einem Ruck losgesprintet sind. Keine Angst: die beruhigen sich so schnell wie sich ihr Atem beschleunigt und die warme Luft aus ihrem Maul sanft in die Umgebung verdampft. 

© Thomas Krämer

© Thomas Krämer

© Thomas Krämer

© Thomas Krämer

© Thomas Krämer

© Thomas Krämer

Eine Hundeschlitten-Tradition gibt´s hier oben in Skandinavien nicht. Die Samen waren im Rentierschlitten unterwegs. Wie das geht, ist beim Samenmarkt in Jokkmokk zu sehen. Seit über 400 Jahren treffen sich hier die Samen aus der Region. Mittlerweile natürlich auf vier Rädern und nicht mehr auf Kufen. Wobei: der Schlitten wird schon noch ausgepackt beim »Jokkmokks Marknad«. Und zwar unten auf dem See, dort wo der Schnee bei Laufen vor Kälte knirscht und die Sonne die Kristalle funkeln lässt wie in einem Märchen aus Tausend und einer Nacht. Dann wird begleitet von wummernden Beats auf dem Renn-Oval der schnellste Rentier-Schlittenfahrer gekürt und umjubelt. Wobei der Applaus auch dem gilt, der seine bisweilen etwas störrischen Vierbeiner nicht so im Griff hat. Beim Markt geht es schließlich auch darum, Spaß zu haben. Doch nicht nur das. Auf den Straßen haben am Marktwochenende unzählige Händler ihre Stände aufgebaut. Schneemobile dürften bei Touristen weniger auf Interesse stoßen. Aber so eine Rentier-Salami oder gar ein Fell, das ist schon etwas, dass man auch mit nach Hause nehmen kann.

Das gilt auch für die Erinnerung an das Iglootel in Arjeplog. In jedem Winter entsteht hier aus vielen Tonnen Schnee ein Gebäude mit etlichen Zimmern mit weichen Betten, auf den man sich in einen wohlig warmen Schlafsack hüllt, Bar, Speiseraum sowie einem Spabereich. Im Hot Tub liegend schaut man hinauf zum Firmament, wo mit etwas Glück das Nordlicht seinen Schleiertanz aufführt.

All das kann man bei der viertägigen Nordis-Leserreise nach Lappland erleben. Das Zuhause vergisst man dabei so schnell, wie ein Eis in der Tropensonne schmilzt. Oder umgekehrt der Drink in einer Winternacht in Lappland gefriert.

Sie wollen selber einmal die Magie Schwedisch Lapplands erleben?

Dann fliegen Sie exklusiv mit Nordis und FlyCar nach Arvidsjaur (8.-11.Februar 2019).
Natürlich auch zum Wintermarkt in Jokkmokk - aber nur wenn Sie wollen.