#hartfacts – Grönland

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Grönland, das bedeutet gigantisches Inlandeis, lebendige Inuit-Kultur und mehr als zwei Millionen Quadratkilometer Landfläche. Die größte Insel der Welt ist in etwa achtmal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland und – geologisch betrachtet – Teil des amerikanischen Kontinents. Die Nares Stræde, die die Insel von Kanada trennt, ist nur 26 Kilometer breit.

Politisch gesehen liegt Grönland jedoch viel näher an Europa. Es ist Teil Dänemarks, allerdings mit Selbstverwaltung und eigenem Parlament, das 1985 beschloss, aus der EU auszutreten. Am 21. Juni 2009 sind Land und Leute der Autonomie ein Stück nähergekommen. Seither sind Außen- und Verteidigungspolitik zwar weiterhin in dänischer Hand, die Verwaltung und die Eigentumsrechte an den Bodenschätzen sind jedoch an die Grönländer übergegangen. Das bedeutet für EU-Bürger: Ein gültiger Reisepass gehört ins Gepäck. Als offizielle Währung gilt nach wie vor die dänische Krone (DKK).

Von den 2.166.086 km² Gesamtfläche ist nur ein geringer Teil eisfrei. Bloß 410.449 Quadratkilometer, nicht einmal 20 Prozent der Landesfläche, werden also dem Namen der Insel gerecht. Denn »Grünes Land« findet der Besucher eher selten, und wenn, nur in Küstennähe. Im Landesinneren beherrscht das Inlandeis mit bis zu drei Kilometern Dicke das Geschehen und macht etwa zehn Prozent des weltweiten Süßwassers aus. Bei Klimaforschern ist Grönland in den vergangenen Jahren zunehmend in den Fokus gerückt, da das Abschmelzen des Eisschilds zu einem Anstieg des Meeresspiegels führt. Demnach sind hier zwischen 2004 und 2015 jedes Jahr 272 Milliarden Tonnen Eis geschmolzen. Die circa 57.000 Einwohner, hauptsächlich Inuit, besiedeln zum Großteil die südliche Westküste und leben vom Fischfang. Amtssprache ist Grönländisch, eine Inuit-Sprache, die mit den Inuit-Sprachen in Kanada, Alaska und Russland verwandt ist. Die meisten Grönländer verstehen aber Dänisch und die jüngere Generation auch Englisch.

Die Insel erstreckt sich über mehrere Klimazonen. Im Norden kann die Temperatur auf minus 40 bis minus 70° C sinken. Die Sommertemperatur in Süd- und Westgrönland liegt bei etwa zehn Grad, kann aber vereinzelt auf über 20° C ansteigen. Auf dem Meer oder an den Eisfjorden sind die Temperaturen auch im Sommer niedrig. Daher empfiehlt es sich, immer Winterkleidung dabeizuhaben. Auf der dünn besiedelten Insel kommen Outdoorfreunde ganz auf ihre Kosten, sollten die Wildnis und ihre Flora und Fauna jedoch nicht unterschätzen. Wer einen weniger abenteuerlichen Besuch bevorzugt, findet ein wachsendes Angebot an Kreuzfahrten und Expeditionsseereisen. Grundsätzlich ist die Fortbewegung im ganzen Land eher eingeschränkt: Flugzeug, Schiff oder Hundeschlitten sind die gängigen – und einzigen – Transportmöglichkeiten für Mensch und Material.

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